Das Buch Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes war wohl ein voller Erfolg. Es ist ein Bestseller und hat wahrscheinlich seinen festen Platz in den meisten (Frauen-) Bücherregalen gefunden. Am 23. Juni kam der dazu passende Film in die Kinos und wie so oft fragt man sich: Wie nah ist der Film eigentlich am Buch? Ist es dementsprechend eine gute Verfilmung oder wäre man doch lieber am Buch geblieben? Ganz ehrlich war ich mir ziemlich sicher, dass nichts das Buch toppen kann, aber ich wurde doch angenehm überrascht!

Zuerst einmal für Nicht-Kenner des Buches, um was geht es eigentlich? Achtung Spoileralarm!!!

Es geht um Louisa Clark, welche gerade ihren Job verloren hat. Da ihre Familie aber jedes Geld brauchen kann meldet sie sich im Jobcenter und wird als Pflegerin an eine Familie übermittelt. Sie soll sich dort um den Tetraplegiker Will Trainor kümmern, der sich seit einem Unfall nicht mehr bewegen kann.

Louisa und Will sind sehr unterschiedliche Personen. Louisa hat einen sehr verrückten Kleidungsstil, eigentlich zieht es sie in die Welt, doch sie will ihre Familie nicht im Stich lassen und sie liebt die Kleinstadt, in der die beiden zu Hause sind. Will fühlt sich gar nicht wohl. Vor seinem Unfall war er ein sehr aktiver Mann, der immer unterwegs war. Jetzt fühlt er sich nur noch nutzlos und viele seiner Mitmenschen haben ihn im Stich gelassen beziehungsweise wissen sie nicht, wie sie mit ihm umgehen sollen. Insgesamt ist er mit seinem Leben überhaupt nicht zufrieden.

Die beiden können sich nicht wirklich leiden, also leben sie so nebeneinander her, bis sie sich langsam annähern können und Louisa schließlich erfährt, dass Will sein Leben so leid ist, dass er sein Leben wirklich beenden will. Louisa soll ihn davon abhalten, in dem sie bei ihm ist und ihn kontrolliert. Im Laufe des Buches entwickelt sie auch Pläne, um ihn im Leben zu halten.

Wie es dann letztendlich endet werde ich jetzt natürlich nicht schreiben. Ich kann euch aber nur raten, dass ihr das Buch unbedingt lesen solltet. Es ist zwar traurig, aber auf eine wunderschöne Art und Weise, die einem einfach nur das Herz Schmelzen lässt. Doch trotzdem schafft die Autorin es, auch Witze einzubauen und die Liebesgeschichte, die sich entwickelt ist wunderschön!

Alles in allem ist das Buch also wirklich gelungen.

Der Film schließt sich dem an. Natürlich konnte nicht alles eins zu eins übernommen werden, sonst wäre es klar zu lang geworden. Doch die herausgenommen Dinge waren auch keine richtigen Schlüsselelemente. Die Affäre von Wills Vater, seine Schwester und auch Louisas Vergangenheit waren Nebenelemente der Geschichte, die mir nicht wirklich gut gefallen haben. Ich weiß, man braucht auch ein paar unschöne Geschichten in einer schönen Geschichte, es kann schließlich nicht immer alles gut sein, aber mir hat es dann ohne auch ganz gut gefallen ;). Leider ist durch die Streichung von Louisas Vergangenheit aber eine Szene auch herausgefallen, in der Will und sie sich angenähert haben und die ich so im Nachhinein doch echt gesehen hätte.

Doch ansonsten wurde der Film wirklich sehr nah am Buch gehalten. Kein Wunder, denn Jojo Moyes, die Autorin hat auch das Drehbuch geschrieben! Total viele Kulissen waren wirklich so, wie man sie sich beim Lesen vorgestellt hat, die Charaktere auch und die ganze Harmonie hat mich einfach glücklich gemacht. Besonders gut gefallen haben mir Louisas Outfits, die ich gerne einfach mal quer durch auch anprobieren würde. Vor allem ihre Schuhe haben es mir echt angetan. Auch war ich vollkommen von den Augenbrauenbewegungen der Schauspielerin fasziniert, bei jedem Wort hat sie die wieder anders gezogen :D! Angenehm überrascht war ich auch von dem medizinischen Pfleger Nathan, den ich mir nicht ganz so gut aussehend vorgestellt habe :P. Wie schon mal erwähnt, hat mir der Humor auch sehr gut gefallen. Er war in den Maßen da, dass man das schlechte vergessen kann, aber es trotzdem nicht lächerlich wurde. Ach ja und dann gab es da noch Lous Vater, der doch tatsächlich von einem meiner Lieblingsdarsteller aus Downton Abbey gespielt wurde J.

Alles in allem ist die Verfilmung also wirklich gut getroffen und auf jeden Fall empfehlenswert, auch wenn man das Buch nicht kennt! Aber Achtung: Taschentücher nicht vergessen!

Liebe Grüße von Luisa und Saphena (die den Film noch nicht angeschaut hat…)

 

 

 

 

 

 

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