Rübli- oder Karottenkuchen ist einer der Klassiker, die man auf fast jedem Kuchenbuffet findet. Meine Mutter hat mir neulich erzählt, dass es als Kind ihr Lieblingskuchen war und ich, ich konnte mich nicht daran erinnern je einen gegessen zu haben. Ich kann mir vorstellen, dass ich immer drum herum geschlichen bin, unsicher, ob das wirklich zusammen passt und was verdammt noch mal das sein soll und wer auf so eine Idee kommt. Doch dann habe ich es gewagt und ein Stück probiert. Und irgendwie hat es mir ganz gut geschmeckt, so gut, dass ich das zweite Stück auch noch vertilgt habe. Nun ja, dann habe ich mir gedacht, dass so ein Rüblikuchen auch die perfekte Idee für Ostern wäre, weil Ostern, Hasen, Karotten und so und deshalb habe ich mich dann daran gemacht, ein Rezept zu suchen und die Zutaten zu kaufen beziehungsweise einkaufen zu lassen 🙂

Gestern Abend hat es mich dann gepackt und während einer Sprachnachricht an Saphena hat es mich gepackt. Ich musste unbedingt backen. Deshalb habe ich mich dann um 20 Uhr in die Küche gestellt und angefangen die Karotten zu raspeln und den Teig zu rühren. Lange Rede, kurzer Sinn: Der Teig ist mir, wie ich damals geschätzt habe, gut gelungen. Jetzt steht der fertige Kuchen (also fertig zum essen und auch schon fertig fotografiert) in der Küche und wartet darauf verspeist zu werden. Und das habe ich auch tatsächlich schon gemacht. Ich habe nicht nur eins, sondern zwei Stücke gegessen. Die waren tatsächlich ganz gut, aber der Kuchen, den mir meine Mutter mitgebracht hat, der war einfach besser.

Es hat alles damit angefangen, dass ich, gestern abend, als ich nach dem Kuchen geschaut habe, gesehen habe, dass er schon etwas arg braun ist. Der war brauner als jeder andere Kuchen, den ich je gemacht habe und dementsprechend war ich leicht besorgt und habe ihn nach der Hälfte der Zeit schon mal rausgeholt. Der war aber noch nicht durch, also noch gar nicht. Ich habe ihn dann wieder in den Ofen gestellt und gehofft, dass er nicht anbrennt. Das ist nicht passiert, aber  dafür hat er extrem nach Karottenkuchen gestunken. Davon sollte man natürlich ausgehen, wenn man einen Karottenkuchen macht, aber das hat nicht positiv gerochen, sondern eher nach einem Gemüsekuchen und ich nehme das jetzt mal vorweg, ich mag keine Gemüsekuchen. Ich war also nicht sonderlich happy und habe beschlossen, dass der Kuchen ja am nächsten Morgen besser schmecken könnte.

Als ich heute morgen in die Küchen geschlappt bin, habe ich den Kuchen da stehen sehen und Überraschung, er hat immer noch nach Karotten gestunken. Ich habe dann beschlossen, dass eine gute Glasur alles rausreißen kann, was ich gemerkt habe, nein das tut sie nicht, die muss nur ewig trockenen. Na ja, und wenn man es isst, ist das Risiko, dass einem schlecht wird, weil es zu süß ist schon ziemlich hoch. Cheers also.

Trotz allem schmeckt der Rüblikuchen doch ganz gut, trotzdem nicht so toll, dass man das Rezept teilen könnte, denn das war wahrscheinlich an allem Schuld! Ich bin mir aber sicher, dass ich irgendwann (nächstes Ostern oder so) mal wieder einen Rüblikuchen mache und dann wird er vielleicht besser … hoffentlich. Hat jemand von euch ein gutes Rüblikuchenrezept? Eines, dass hundertprotzentig funktioniert und einfach ist? Das würde mich echt mal interessieren, denn ein Familienrezept oder so gibt es bei uns net.

Auch wenn der Kuchen nicht ganz meinen Wünschen entsprach, musste ich es mit euch teilen, denn mal ehrlich, nicht jedes Backwerk gelingt und wenn ich das von anderen höre bin ich immer erleichtert, dass ich nicht die einzige bin, die alles durcheinander bringt. Habt ihr auch schon solche Erlebnisse gehabt?

In dem Sinne wünsche ich euch allen ein schönes, produktives Wochenende und für alle Schüler (und Lehrer) schöne Ferien!

Liebe Grüße Luisa

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6 Gedanken zu “Mein Rüblikuchen- Erlebnis

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